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Fact-Check

Wie der Assistant sachliche Aussagen überprüft, was jedes Urteil bedeutet und wann Sie Fact-Check einschalten sollten.

Fact-Check ist eine Ebene über dem Assistant, die konkrete sachliche Aussagen gegen verlässliche Quellen überprüft und jede Aussage mit einem Urteil markiert, das Sie auf einen Blick sehen können. Nutzen Sie es, wenn Sie etwas öffentlich zitieren, eine Ministerin oder einen Minister briefen oder einen Entwurf zur Prüfung versenden möchten und wissen müssen, was Bestand hat.

Fact-Check läuft zusätzlich zur Hauptantwort des Assistant, nicht anstelle davon. Die Antwort kommt wie gewohnt zurück; Überprüfungsurteile erscheinen neben einzelnen Aussagen, sobald die Prüfungen abgeschlossen sind.

Fact-Check einschalten

Fact-Check wird über den Schalter Aktiver Faktencheck im Menü Eingabeoptionen gesteuert — der Schaltfläche + neben dem Nachrichtenfeld. Schalten Sie ihn ein, und der Assistant wird Aussagen in seinen Antworten für den Rest dieses Gesprächs überprüfen.

Fact-Check ist in den Pro- und Enterprise-Tarifen verfügbar; in anderen Tarifen erscheint der Schalter im Menü gar nicht erst. Auch bei einem passenden Tarif ist Fact-Check in zwei weiteren Fällen nicht verfügbar: solange ein Organisationswissen-Bereich mit strengem Modus an das Gespräch angepinnt ist, oder wenn das ausgewählte Modell keine Tools aufrufen kann. In beiden Fällen laufen keine Prüfungen, selbst wenn der Schalter eingeschaltet ist.

Was die Urteile bedeuten

Nachdem Fact-Check gelaufen ist, fügt der Assistant einen kleinen Urteils-Chip samt Konfidenzwert in Prozent an jede überprüfte Aussage an. Es gibt sechs Urteile:

UrteilWas es bedeutet
WahrDie Aussage wird durch verlässliche Belege vollständig gestützt.
Überwiegend wahrDer Kern der Aussage stimmt, es fehlt aber etwas Kontext oder Nuance.
Teilweise wahrManche Teile stimmen, andere sind falsch oder unbelegt.
IrreführendEnthält zwar richtige Elemente, lässt aber entscheidenden Kontext weg.
FalschWird durch verlässliche Belege widerlegt.
Nicht überprüfbarEs lagen nicht genug verlässliche Belege vor, um in die eine oder andere Richtung zu entscheiden.

Ein "Nicht überprüfbar"-Urteil ist nicht dasselbe wie "Falsch". Es bedeutet der Assistant konnte die Aussage weder bestätigen noch widerlegen, nicht, dass sie falsch ist. Auch "Irreführend" und "Teilweise wahr" sind nicht "Falsch": Beide stehen für eine Aussage, die im Kern zutrifft, aber so gerahmt oder eingeschränkt ist, dass ein zweiter Blick lohnt.

Klicken Sie auf einen beliebigen Chip, um die Quellen hinter dem Urteil zu sehen. Jede Quelle ist anklickbar und öffnet den ursprünglichen Artikel oder das Dokument.

Wie die Überprüfung abläuft

Fact-Check läuft asynchron. Der Assistant schreibt zuerst seine Hauptantwort, dann startet die Überprüfung. Möglicherweise sehen Sie Urteils-Chips einige Sekunden nach Abschluss der Antwort erscheinen. Das ist normal: Es bedeutet, dass der Überprüfungsschritt im Hintergrund seine eigene Suche und Analyse durchführt, ohne die Hauptantwort zu verzögern.

Bei langen Antworten mit vielen Aussagen ist damit zu rechnen, dass die Chips über mehrere Sekunden hinweg einer nach dem anderen erscheinen.

Wenn eine Prüfung nicht rechtzeitig zu einem Urteil kommt oder anderweitig fehlschlägt, erscheint sie als „Faktencheck nicht abgeschlossen" statt als Urteils-Chip — die Prüfung endete ohne Urteil, statt einfach spurlos zu verschwinden.

Wann Sie Fact-Check nutzen sollten

Schalten Sie Fact-Check ein, wenn:

  • Sie etwas vorbereiten, das zitiert, unterzeichnet oder extern versendet wird.
  • Sie mit Aussagen zu Zahlen, Daten, Zuschreibungen oder Rechtsstatus arbeiten.
  • Sie eine öffentliche Erklärung, eine Pressemitteilung oder einen Redeentwurf prüfen.
  • Mehrere Aussagen in einer Antwort gleichzeitig schnell überprüft werden müssen.

Verzichten Sie auf Fact-Check, wenn:

  • Sie brainstormen, Meinungsbeiträge entwerfen oder explorativ arbeiten.
  • Sie die Quellen bereits zur Hand haben und nur Hilfe beim Zusammenfassen benötigen.
  • Die Antwort kürzer und schneller von Hand zu überprüfen ist.

Fact-Check und Web Search schauen beide auf externe Quellen, beantworten aber unterschiedliche Fragen:

  • Web Search findet Informationen, wenn Sie fragen "Was ist der neueste Stand zu X?"
  • Fact-Check bewertet Informationen, wenn Sie fragen "Stimmt es, dass X?"

Sie können beide im selben Gespräch nutzen. Der Assistant ruft mit Web Search aktuelle Informationen ab und überprüft, wenn Fact-Check eingeschaltet ist, die konkreten sachlichen Aussagen in der Antwort.

Was Fact-Check nicht leistet

  • Es ersetzt menschliches Urteilsvermögen nicht. Verwenden Sie das Urteil als Signal, nicht als endgültige Entscheidung. Klicken Sie für alles Wichtige zu den Quellen durch.
  • Es überprüft keine Meinungen oder Interpretationen. "Das war eine starke Rede" ist keine prüfbare Aussage. "Die Rede dauerte 12 Minuten" hingegen schon.
  • Es garantiert keine Voreingenommenheits-Freiheit in den Quellen. Das Urteil spiegelt wider, was verlässliche Quellen sagen; sind diese Quellen selbst tendenziös, übernimmt das Urteil diese Tendenz.

Zitate über Workspaces hinweg

Fact-Check-Quellen sind anklickbar. Stammt eine überprüfte Aussage aus einem Dokument in Ihrer Knowledgebase oder Ihrem Research-Workspace, gelangen Sie durch Klicken auf die Quelle direkt zur entsprechenden Passage dort. So lässt sich später leicht nachvollziehen, woher ein Urteil stammt, wenn Sie die Aussage verteidigen müssen.

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